Gedankenwelten

Description

Die Realität kann man sich manchmal schwer vorstellen, wenn man keine Phantasie hat.


My Links

» Startseite
» My Profile
» Weblog Archives

Und plötzlich weisst Du, ...

...es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.
(Meister Eckhart 1260-1328)


Posted: 08:59, 28.05.2007
Kommentare (0) | Link

Zeitsinn ...

Eine interessante Frage, die ich für mich bislang völlig anders beantwortet hätte...ich war mir sicher, die Zeit vergeht schneller, wenn man mit Neuem, bislang Unbekanntem konfrontiert ist ... neue Aufgaben, motivierende Aufgaben, sich mit Neuem beschäftigen ... das tägliche Einerlei durchbricht ... - … warum kommen einem dann aber die ersten Tage eines Urlaubes lange, ausgedehnt vor, mit fortschreitender Zeit scheinen sie dann immer kürzer zu werden, und die letzen Tage rasen nur so dahin ?   

 

In den letzen Wochen habe ich meine restlich verbliebene Freizeit dem Zauberberg von Thomas Mann gewidmet, bzw. tue es immer noch. Ein interessanter Exkurs über den Zeitsinn ... über die Wirkung von Gewohnheit und Stumpfsinn der täglichen Lebensführung und den Verlust des Erlebnisses der Zeit...

 

"Leere und Monotonie mögen zwar den Augenblick und die Stunde dehnen, und langweilig machen, aber die großen und größten Zeitmassen verkürzen und verflüchtigen sie sogar bis zur Nichtigkeit" (Thomas Mann: Der Zauberberg)

 

Dagegen ist es zwar wirklich so, dass interessanter Gehalt den Tag verkürzt, im Großen jedoch der Zeit Breite und Gewicht verleiht. So vergehen ereignisreiche Jahre wesentlich langsamer als jene Jahre, die in stumpfsinnigem Einerlei der gewohnten Lebensführung vor sich hindämmern.

 

Warum hört man als Kind immer wieder von den Erwachsenen - und mit zunehmendem Alter immer häufiger - jenen unverständlichen Ausspruch "Kinder, wie die Zeit vergeht, das wird jedes Jahr schlimmer...". Nicht die Zeit vergeht schneller, vielmehr ist es so, dass die ereignisreichen Jahre unserer Kindheit uns im Erleben und auch im Rückblick so viel länger vorkommen, da mit dem Alter auch die Gewöhnung immer stärker wird und die Gewöhnung nichts anderes ist als das Mattwerden des Zeitsinns infolge ununterbrochener Gleichförmigkeit des Lebens.

 

Vielleicht ist das auch der Grund, dass ich seit einiger Zeit das Bedürfnis verspüre etwas Neues zu beginnen, das  mich aus dem gewohnten, unbefriedigenden Einerlei des Alltags herausreißen kann...

 

Die letzen 4 Jahre sind weg, einfach vorbeigegangen, ohne dass ich mich an besondere Highlights erinnern könnte. Die Jahre waren ausgefüllt mit meinem Job und dem parallel ablaufenden Studium, zeitlich vollkommen ausgefüllt, aber eben doch nicht ausgefüllt im Sinne von erfüllt, es wird höchste Zeit eine Unterbrechung in das tägliche Einerlei einzuschalten.

 

"Wir wissen wohl, daß die Einschaltung von Um- und Neugewöhnungen das einzige Mittel ist, unser Leben zu halten, unseren Zeitsinn aufzufrischen, eine Verjüngung, Verstärkung, Verlangsamung unseres Zeiterlebnisses und damit die Erneuerung unseres Lebensgefühls überhaupt zu erzielen."    (Thomas Mann: Der Zauberberg)

 

Novarum rerum cupidus.

 


Posted: 04:35, 5.08.2006
Kommentare (0) | Link

Novarum rerum cupidus...

 

...ich bin neuer Dinge begierig - nun habe ich doch diesen Punkt erreicht, von dem ich geglaubt habe dass er bei mir nie kommen wird.

Ich mache meine Arbeit, zeitlich gesehen füllt sie mich auch komplett aus, und doch fehlt seit einiger Zeit das Gefühl wirklich gefordert zu sein, zumindest in intellektueller Hinsicht. Aus Verzweiflung fange ich an „Literatur“ zu lesen, Literatur, nicht irgendwelche Bücher – genauso genommen solche Bücher, von denen man sich in seiner Schulzeit geschworen hat, sie nie wieder anzurühren. Und nun verschlinge ich sie förmlich, in irgendeiner Art und Weise auch in der tröstlichen Gewissheit, dass auch die Schule nicht in der Lage war mir den Spaß an Literatur dauerhaft zu vermiesen.

Zugegebenermaßen relativ erfolgreich waren meine geliebten Deutschlehrer in diesem Bereich schon, aber das lag vielleicht doch auch zum Teil daran, dass Widerspruch und „Dagegensein“ in diesen Jahren einen Wert per se hatte.

Nun einen Katalysator brauchte das Ganze dann doch noch – bei einem Besuch des Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum im Buddenbrookhaus in Lübeck kam mir die Idee eines der alten Taschenbücher aus der Schulzeit wieder zur Hand zu nehmen – an den Untertan konnte ich mich noch dunkel erinnern – und innerhalb kürzester Zeit  las ich mit Begeisterung das Buch, durch das ich mich in meiner Schulzeit nur widerwillig durchgequält hatte.

Die Tagebücher von Thomas Mann waren letztlich der Auslöser für die Idee ein Blog zu beginnen. Wohin das führt weiß ich nicht, aber wie gesagt … Novarum rerum cupidus.


Posted: 06:00, 13.06.2006
Kommentare (1) | Link

Marketing ist alles ...

 


Posted: 05:48, 13.06.2006
Kommentare (0) | Link

Dazugehören ...

 

Wenn du so richtig in der Scheiße sitzt, Schnauze halten und so tun, als gehörst du dazu...

 


Posted: 03:32, 13.06.2006
Kommentare (2) | Link

Hol dir auch ein Blog - kostenlos bei BlogYa.de - Für die Inhalte sind ausschließlich die jeweiligen Nutzer verantwortlich.

Live Casino  Online Casinos  Auto Kamera  www.solaranlagen4me.de - Solaranlagen Angebote