Licht auf Afrika

4.01.2009 - Mexiko

Die Maya hatten den spanischen Eroberern erbitterten Widerstand entgegengesetzt. Die strafen waren unerbittlich und brutal: Verfolgung, Ermordung, Sklavenarbeit. Schliesslich rafften auch die aus Europa eingeschleppten Seuchen noch Millionen von eingeborenen dahin. Ihre Lage begann sich erst in der Mitte des 16. Jahrhunderts zu bessern, als der "Verteidiger der Indianer", der Dominikanermönch Bartholome de las Casas, von 1544 bis 1550 Bischof von chiapas, sich der eingeborenen annahm und seinen Schriften die Greueltaten der kolonisatoren anprangerte. Sa Christobal de las Casas, diese für Mexiko typische Stadt mit ihren velen Kirchen und den flachen, ziegelgedeckten Häusern ist nach ihm benannt.
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10.12.2008 - Kanada

Zwei Indianer, die der "Entdecker" von Kanada, Cartier, auf seiner Fahrt beim Fischen gefangengenommen und als lebende Beweise für eine neue Welt nach Paris verschleppt hatte, dienten ihm bei seiner zweiten Reise nach Kanada als Lotsen. Sie dirigierten die Flotte durch die verwirrende Inselwelt der Flusslandschaft, an tückischen Untiefen vorbei und durch gewaltige Stromschnellen. Die felsige, hochbewaldete Uferlandschaft erkundeten die Entdecker mit Booten, sie ergötzten sich an Lachse fangende Bären und trauten ihren augen nicht, als plötzlich "Fische" vor ihnen auftauchten, die wie Pferde aussahen - es waren Walrosse.
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3.07.2008 - Weimarer Republik

1919 wurde in Deutschland eine Nationalversammlung gewählt, die in Weimar zusammentrat und eine demokratische Verfassung annahm. Die Republik wurde durch rechtsradikale Putschversuche, kommunistische Aufstände und eine Hyperinflation (1923) erschüttert. Nach der Weltwirtschaftskrise von 1929 stiegen Einfluss und Stimmenzahlen von adolfs Hitlers NSDAP (1932: 33 Prozent). In dem radikalisierten politischen Klima kamen keine parlamentarischen Mehrheiten mehr zustande. Die Regierung stützte sich stattdessen auf das Notverordnungsrecht des Reichspräsidenten (Paul von Hindenburg, 1925 - 34).
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23.06.2008 - Ghana

In der Kolonialzeit von Grossbritannien blieb die Produktion von Kakao der afrikanischen Bevölkerung überlassen. Der Grossteil der Pflanzungen war klein und die Besitzer waren in mehr als einer Hinsicht abhängig von den Handelsfirmen, die den Kakao exportierten und ihren Agenten, von Geldverleihern, die die Ernte bezuschussten und von grossen Farmern, die als einzige Zugang zu Preisinformationen und zu Vorschüssen der Handelsfirmen hatten.  So entstand in Ghana ein System, das europäische Firmen, den kolonialen Staat und lokale Produzenten miteinander verband. Die grossen Handelsfirmen standen in Konkurrenz mit den Ankaufsorganisationen der Schokoladeerzeuger. Dies eröffnete Spielraum für zahlreiche Zwischenhändler.
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12.04.2008 - Uganda

Neben dem Königreich Buganda spielte der Rest von Uganda in der Union nur eine Nebenrolle. Die spätkoloniale Politik Ugandas wurde mehr denn je von den Vorgängen im Reich Buganda bestimmt, dies galt auch für die Entstehung neuer Parteien. Der Versuch von Matayo Mugwanya, Regierungschef in Buganda zu werden, scheiterte und damit die Absicht der katholischen Fraktion, mehr Einfluss auf die Politik des Königreiches zu bekommen. In Verbindung damit entstand 1956 die katholische Democratic PArty (DP), die sich sowohl lokal wie national als Gegenspieler der protestantischen Parteien etablierte.
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8.04.2008 - Kamerun

Die späten 1950er Jahre waren von der Auseinandersetzung zwischen Endeley, dem Premier der ersten Regierung von Kamerun seit 1958 und seinem Nachfolger John Foncha geprägt. Dessen 1955 von der KNC abgespaltete "Nationaldemokratische Partei" gewann die Wahlen im Jahr 1959. Während Endeley die Autonomie bzw. die Unabhängigkeit
 im Vordergrund stand, wobei eine spätere Föderation mit Nigeria als wahrscheinlich angesehen wurde, tendierte Foncha zu einer Vereinigung der englisch- und französischsprachigen LAndesteile. Mit seinem neuen starken Mann Ahidjo unterhielt Foncha enge Kontakte.
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6.04.2008 - Sudan

Ägypten, Nubien und die Gebiete am Oberlauf des Nil bilden seit langer Zeit einen Raum, dessen Staaten und Gesellschaften einander wechselseitig beeinflussen und beherrschen. im Norden des heutigen Sudan queren die Handelswege und Pilgerrouten den Nil, die Westafrika mit dem Roten Meer und weiter mit der arabischen Halbinsel verbinden: so entstanden Zentren der wirtschaftlichen und kulturellen Begenung. Anfang des 19. Jahrhunderts war Shendi, 175 Kilometer nördlich von Khartoum im heutigen Sudan der bedeutendste Umschlagplatz der einander kreuzenden Fernverbindungen. Aufstieg und Fall grosser Reiche, Christianisierung und Islamisierung, sowie das Ausgreifen der Mächte im Norden und Osten hatten bis dahin die Gesellschaften dieses Raums geprägt.
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2.04.2008 - Kongo

Die Exporte (hauptsächlich nach Belgien) machten Anfang des 20. Jahrhunderts bereits zweimal soviel aus wie die Importe. 1906, auf dem Höhepunkt der Raubwirtschaft im Gummibereich, exportierte der Kongo für 48,5 Millionen Belgische Francs. Die verschiedenen Formen der Ausbeutung belasteten die Bevölkerung des Kongo schwer und zerstörten Wirtschaft und Gesellschaft: steuern, Zwangsarbeit für den Bau von Wegen und Strassen, naturalabgaben in Form von Gummi oder Nahrungsmitteln und Trägerdienste für die Privatgesellschaften ebenso wie für die Verwaltung. Dazu bereicherten sich die kleineren und grösseren Agenten des Systems selbst und die mit den Kolonialgesellschaften verbündeten chefs nahmen ihren Anteil.
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20.03.2008 - Swasiland

Die Produktion aus den Minen (Kohle, Asbest, Industriediamanten) verlor ihre führende Position bei den Exporten an Zucker. Die wirtschaftliche Kontrolle hat seit der Unabhängigkeit südafrikanisches Kapital, allerdings sind britische Firmen bei der Zuckerproduktion dominant. Als Folge der Kolonialisierung wird das sogenannte National Land (60 Prozent der Landesfläche von Swasiland, wird unter der Verwaltung der Chefs kommunal und agroindustriell genutzt) und Freehold Land (Individualbesitz) unterschieden. Der Hauptanteil der Exporte kommt aus den Freehold Areas.

Neben Zucker exportiert Swasiland auch noch Holz, Zitrusfrüchte, Ananas, Baumwolle, Tabak und Produkte aus industrieller Fertigung. Die Einkünfte aus der Zollunion mit Südafrika machen mehr als die Hälfte der gesamten Steuereinnahmen aus. 20 Prozent des Nationaleinkommens stammt aus dem Transfer der Löhne von Arbeitsmigranten in Südafrika.
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8.03.2008 - Botswana

Im 19. Jahrhundert entstanden im Gebiet des heutigen Botswana - Bechuanaland in seiner kolonialen Bezeichnung - eine Reihe von Staaten, deren Bevölkerung von den herrschenden Clans eine einheitliche Identität und Setswana als Sprache übernahm. Die Ngwato im zentralen und nordöstlichen Botswana wurden unter Khama III. (1837 - 1923) zum mächtigsten der acht Tswanastaaten. Khamas Aufstieg war eng verbunden mit der protestantischen Mission - er liess sich 1860 taufen - und der Ausbreitung der britischen Kolonialgesellschaften. Ebenso wie bei den Kwena wurden taten sich auch bei den Ngwato einzelne Personen als erfolgreiche Händler und Transportunternehmer in der frühen Kolonialisierung hervor.

afrikanische Völker bewiesen so nicht nur ihre Konkurrenzfähigkeit gegenüber den europäischen Invasoren, sondern auch, dass längst starke soziale und wirtschaftliche Unterschiede die afrikanischen Gesellschaften prägten.
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8.02.2008 - Seychellen

Auf Grund von internationaler Kritik und Vorwürfen aus den Reihen der Opposition kam es 1999 zu einer bedeutenden Verfassungsänderung, welche die Streichung des Artikels 86/1B, der seit Jahren umstrittenen Economic Development Act (EDA) und der damit verbundenen Möglichkeiten der Geldwäsche, beinhaltete. ansätze des Präsidenten René zu einer weiteren Abkehr vom immer noch staatlich reglementierten System zu einem wirtschaftlichen Liberalismus, fanden sich in Ankündigungen einer neuen Wirtschaftspolitik der Seychellen, die dem Faktor Globalisierung Rechnung tragen sollte.
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7.02.2008 - Tunesien

Gewerkschaftsführer Habib Achour trat Ende der 1970er Jahre aus Protest gegen die unternehmerfreundliche Politik Hedi Nouiras aus dem Politbüro der PSD aus. Die Regierung beendete die streiks gewaltsam: der schwarze Donnerstag (26.1.1978) kostete nach offiziellen angaben 47 Menschen das Leben (nach inoffiziellen Angaben bis zu 200). Mehr als 300 Personen wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt: Achour zu zehn Jahren Gefängnis und Zwangsarbeit. So vergalt das Regime einem der bedeutendten Kämpfer für die Unabhängigkeit von Tunesien, dass er die demokratischen grundrechte gegen eine autoritäre Regierung eingefordert hatte.
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6.02.2008 - Mauritius

Die Föderation aus Mouvement Militant Mauricien (MMM) und Mouvement Socialiste Mauricien (MSM) war in der Vergangenheit vor allem an der Unfähigkeit zerbrochen, sich personell und programmatisch zu erneuern. Berenger war bereits zweimal (1983, 1993) im Streit mit Jugnauth aus Regierungen ausgeschieden. So hiess es denn bei allen politischen Kommentatoren Anfang 2000, Mauritius stehe am Beginn einer voraussichtlich recht stabilen politischen Periode, in der die Ramgoolam-Regierung ihre wirtschafts- und sozialpolitischen Modernisierungsprogramme unter klaren Mehrheitsverhältnissen fortsetzen könne.
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5.02.2008 - Ägypten

Die Nachfrage nach Land - als Folge der Bevölkerungszunahme und der politischen Neuorientierung in Ägypten - wurde durch eine Erweiterung der Anbauflächen beantwortet. Durch Ableitung von Nilwasser und Erschliessung von Grundwasservorkommen im Neuen Tal parallel zum Niltal, die Trockenlegung von Sümpfen und das Übergehen zu ganzjährigem Bewässerungsfeldbau entstanden in Ägypten neue Anbauflächen. Das grösste Projekt in diesem Zusammenhang war jedoch die Errichtung des Assuanstaudammes, der politisch wie wirtschaftlich zum zentralen Ereignis der Regierungszeit Nassers wurde.
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3.02.2008 - Marokko

Der Zweite Weltkrieg beförderte in Marokko die Wirtschaft. Mehr als 100.000 Marokkaner fanden Arbeit in Frankreich oder in französischen Unternehmen in Marokko. Der einheimische Handel profitierte von den steigenden Preisen der Produkte während des Krieges, manche Kaufleute wurden reich, weil sie sich rechtzeitig vor dem Krieg mit Waren eingedeckt hatten, deren Preise aufgrund der Nachfrage deutlich anstiegen. Mit dem vorläufigen deutschen Sieg über Frankreich wurde die Lage in Marokko aber schwieriger und die Rationierung von Gütern des täglichen Bedarfs machte vor allem das Leben der kleinen Leute schwer. Mit der Landung von Truppen aus den USA kamen neue Konsumgüter, doch Mangel und Inflation, Missernten und Hunger kennzeichneten auch die späten Kriegsjahre.
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2.02.2008 - Namibia

An der Unvereinbarkeit der Forderungen der Nationalisten und der Südafrikaner scheiterte 1981 eine Konferenz in Genf sowir die kontaktgruppe der fünf Westmächte. Südafrika hatte erfolgreich seinen Abzug aus Namibia mit dem von Kuba in Angola verknüpft und die USA waren, im Gegensatz zu frankreich, bereitwillig darauf eingestiegen. Da sich sowohl die Lokalverwaltungen im Rahmen der getrennten Entwicklung als auch ein zweiter Ansatz zu einer "internen Lösung", die Multi-Party Conference von 1983/84, als wenig brauchbar für eine zukünftige Lösung erwiesen, beschloss Südafrika, das Gespräch mit der SWAPO zu suchen.
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27.01.2008 - Kenia

Nach der Unabhängigkeit 1963 herrschte in Kenia unter den führenden Politikern hinter Präsident Kenyatta keineswegs Einigkeit über die einzuschlagende Politik. Die Gegensätze waren, obwohl oberflächlich ideologisch begründet, eher persönlicher Natur. Im Wettbewerb um die beste Position für eine Nachfolge Kenyattas führten die beiden Vizepräsidenten Tom Mboya und Oginga Odinga zwei divergierende Flügel: Mboya den kapitalistischen, mit Ausrichtung auf die USA und Odinga einen sozialistischen, dessen Bündnispartner in einem eher diffusen Dreieck aus China, Russland und fortschrittlichen Staaten der "Dritten Welt2 zu suchen waren.
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