Der Geist des Elija

Im Leben Freude finden

Im Juni 1991 zog ich zusammen mit meiner Frau, Alla und unserem Sohn, Alex, von Weißrussland in der ehemaligen Sowjetunion nach Dänemark. Ich hin von Beruf Anästhesist und war deshalb stark daran interessiert, meine Englischkenntnisse zu verbessern. Deshalb meldete ich mich zu einem Sprachkurs an, der von zwei Missionarinnen durchgeführt wurde, die in der Dänemark-Mission Kopenhagen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage dienten..
Dort stellte ich fest, dass ich mehr lernen wollte als nur Englisch. Erst als die sowjetische Regierung nach jener bemerkenswerten Periode in der sowjetischen Geschichte, die als glasnost bezeichnet wird, das Religionsverbot aufgehoben hatte, hatte ich mich mit Jesus Christus beschäftigt. Doch die Rituale in der am weitesten verbreiteten Kirche gefielen mir gar nicht, und deshalb hatte ich diese Angelegenheit nicht weiter verfolgt. Die Missionarinnen waren anders. Ihre Freundlichkeit wärmte mir das Herz, und als sie uns erklärten, dass Menschen sind, „damit sie Freude haben können”, (2 Nephi 2:25), war ich hellauf begeistert. Ich konnte mich nämlich nur an zwei Tage erinnern, wo ich Freude empfunden hatte, nämlich am Tag, als ich Alla geheiratet hatte, und am lag, als Alex geboren wurde. Und nun konnte ich im wahrsten Sinne des Wortes die Freude im Gesicht der Missionarinnen sehen, wenn sie über das Evangelium sprachen..
Die übrigen Missionare und die Mitglieder, die Alla und ich kennen lernten, bestätigten unseren ersten Eindruck. Ich sagte zu Alla: „Wenn es in dieser Kirche so wunderbare Menschen gibt, dann muss dies wirklich die wahre Kirche sein!”.
Alla und ich ließen uns im August 1991 taufen. Dabei spürten wir die Wärme im Herzen, die einem zuteil wird, wenn man die Gabe des Heiligen Geistes empfängt. Unser Körper und unsere Seele wurden rein gemacht, und wir waren glücklich wie nie zuvor. Dabei war das erst der Anfang. Bei jeder Versammlung spürten wir wieder das Gleiche, was wir schon hei unserer Taufe gespürt hatten. Wir sind ruhiger, geduldiger und freundlicher geworden. Wir sind bemüht, dem vollkommenen Beispiel Jesu Christi nachzueifern, obwohl das manchmal gar nicht so einfach ist. Im Juli 1993 wurden Alla, Alex und ich im Stockholm-Tempel aneinander gesiegelt. Als wir — umgeben von Freunden, zu denen auch Reid und Donna Johnson, der Tempelpräsident und die Oberin gehörten — am Altar im Tempel knieten, da spürten wir auch wieder die innere Wärme, die unsere Bekehrung begleitet hatte. Wir waren wie durchgefrorene, durchnässte, hungernde und ausgesetzte Kätzchen gewesen, die in der Kirche Obdach, Wärme und Nahrung gefunden hatten. Das Evangelium hatte dazu beigetragen, unser kaltes Herz zu wärmen und uns die Augen zu öffnen, so dass wir anfangen, bewusst, dass wir noch sehr viel Arbeit im Tempel zu leisten haben. Das Glück, das wir als Mitglieder der Kirche Christi spüren, wird immer größer. Je länger wir in der Kirche dienen, desto mehr Glück scheinen wir zu erfahren. Es war für uns eine unerwartete und umso schönere Überraschung, wahre Freude erleben zu dürfen..
Seit unserer Bekehrung ist jetzt schon einige Zeit vergangen. Wir hatten inzwischen viele Schwierigkeiten zu bewältigen. Die Kraft, die uns über diese Schwierigkeiten hinweg geholfen hat, ist zum größten Teil auf das Beispiel der Mitglieder zurückzuführen, die ihrerseits bemüht sind, dem Beispiel Jesu Christi nachzueifern..
Igor Burceff

12:03 - 22.04.2008


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Description
Präsident Gordon B. Hinckley hat oft darüber gesprochen, inwiefern das Evangelium Jesu Christi Glück in die Familie einziehen lässt. Dieses Glück ist hier auf der Erde aber nicht nur der Familie vorbehalten. „Ist es nicht eine herrliche Offenbarung,” hat Präsident Hinckley gesagt, „dass wir die Möglichkeit haben sollen, in das Haus des Herrn zu gehen und uns für diejenigen taufen zu lassen, denen diese für .die Errettung notwendige heilige Handlung nicht hier auf der Erde zuteil geworden ist.”
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