Der Geist des Elija

Der Geist des Elija

Auf dem unbewohnten Grundstück sah er vor seinen Füßen ein vergilbtes, schmutziges Stück Papier. Es war die Heiratsurkunde seiner Großeltern.   .
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Während einer Klasse über das Buch Mormon vor vielen Jahren ist etwas geschehen, was mein Leben sehr stark beeinflusst hat. Bruder Fernand Aguilar, unser Lehrer, erzählte uns von etwas, was sein Mater Santiago Aguilar II., erlebt hatte, als er bemüht war, genealogische Daten zu seinen Vorfahren ausfindig zu machen. Er hatte auch schon viele Namen im Tempel eingereicht. Dennoch gelang es ihm nicht, in einem Zweig seiner Familie mehr über seine Großmutter und deren Vorfahren herauszufinden. Obwohl er viele Reisen unternahm und unablässig forschte, war es ihm nicht gelungen, die notwendigen Daten seiner Großmutter zu finden. Doch der Geist drängte ihn, immer weiter zu suchen..
Bruder Fernando Aguilar, der derzeit als Teilzeit-Koordinator für das Bildungswesen der Kirche in Chile arbeitet, erzählte weiter: „Eines Tages hatte mein Vater das Gefühl, er solle noch einmal in ein kleines Dorf fahren, das etwa neunzig Kilometer östlich der Stadt Osorno liegt. Dieses Dorf ist etwa fünfhundert Kilometer von seinem Wohnort Talcahuano entfernt. Dabei hatte er erst vor kurzem unsere Verwandten dort besucht und von ihnen genealogische Daten bekommen. Er konnte sich nicht vorstellen, warum er noch einmal dorthin fahren sollte. Aber das drängende Gefühl blieb. Also machte er sich mit einem Gebet um Führung wieder auf den Weg ins Dorf. Als unsere Verwandten ihn sahen, waren sie erstaunt, dass er schon wieder da war, und versicherten ihm, sie hätten ihm alle genealogischen Daten gegeben, die sie besäßen. Mein Vater sagte einfach habe das Gefühl gehabt, noch einmal herkommen zu müssen, auch wenn er nicht recht wisse, weshalb..
Den folgenden Tag brachte er damit zu, nach weiteren Daten zu forschen. Er fand aber nichts. Als er abends müde zum Haus seines Onkels ging, fühlte er sich gedrängt, einen anderen Weg einzuschlagen. Mein Vater befolgte diese Eingebung, obwohl er nicht wusste, wohin der Weg ihn führte und warum. Der neue Weg führte an einem großen Grundstück vorbei, auf dem allerlei Müll lag, und er fühlte sich gedrängt, den Pfad einzuschlagen, der über das Land führte..
Als er das Grundstück betreten hatte, blieb er plötzlich stehen und fing an, sich umzusehen, weil er wissen wollte, warum er nun hier stand — so weit entfernt von zu Hause. Als er zu Boden schaute, sah er vor seinen Füßen ein vergilbtes, schmutziges Stück Papier. Er hob es auf. Als er den Dreck abgeschüttelt hatte, sah er, dass es sich um die Heiratsurkunde seiner Großeltern handelte, auf der auch die weiteren Namen und Daten standen, die ihm fehlten. Diese Urkunde enthielt alle Informationen, die er brauchte, um die Tempelarbeit für unsere Vorfahren tun zu können..
Als Bruder Aguilar zu Ende erzählt hatte, holte er die Heiratsurkunde, die nun in einer Plastikhülle steckte, aus der Tasche. Er ließ sie im Raum umhergehen, damit jeder sie lesen konnte. Vor lauter Rührung brachten wir alle kein einziges Wort hervor..
Dann gab er Zeugnis und erklärte uns, dass der Geist des Elija ihm hei seinen Bemühungen auch weiterhin geholfen hatte. Er sagte, der Geist des Elija werde allen geschenkt, die darum beten, und forderte uns auf, uns ernstlich um diesen Geist zu bemühen..
Damals habe ich angefangen, Ahnenforschung zu betreiben, und habe schon die Daten für mehrere Generationen gefunden. Oft habe ich dabei gespürt, wie der Heilige Geist mir Eingebungen zuteil werden ließ. Ich habe zwar nicht so etwas Dramatisches erlebt wie Bruder Aguilars Vater, aber ich habe doch erfahren, dass wir alle hei der Ahnenforschung vom Geist geführt werden können..
  Marco Antonio Panes Spano

11:51 - 22.04.2008


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Description
Präsident Gordon B. Hinckley hat oft darüber gesprochen, inwiefern das Evangelium Jesu Christi Glück in die Familie einziehen lässt. Dieses Glück ist hier auf der Erde aber nicht nur der Familie vorbehalten. „Ist es nicht eine herrliche Offenbarung,” hat Präsident Hinckley gesagt, „dass wir die Möglichkeit haben sollen, in das Haus des Herrn zu gehen und uns für diejenigen taufen zu lassen, denen diese für .die Errettung notwendige heilige Handlung nicht hier auf der Erde zuteil geworden ist.”
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